Homeoffice – süßes Gift oder Heilsbringer?

Homeoffice – süßes Gift oder Heilsbringer?

Laut einer repräsentativen Bitkom-Umfrage arbeiten in der aktuellen Corona-Situation knapp die Hälfte aller Berufstätigen zumindest teilweise im Homeoffice. Für 18 % der Beschäftigten ist das eine ganz neue Erfahrung, für 31 % der Beschäftigten wurden bereits bestehende Homeoffice-Regelungen ausgeweitet. Bitkom sieht durch die aktuelle Coronakrise die Unternehmen gefordert, sofern dies möglich ist, mehr in digitales und flexibles  Arbeiten zu investieren und das Arbeitsrecht diesbezüglich zu modernisieren.

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Corona im Unternehmen – die Macht und die Verantwortung der Beschäftigten

Corona im Unternehmen

„Alles Panikmache…“, „bei der Grippe machen sie auch nicht so ein Aufstand….“, „die Grippe ist viel schlimmer, da sterben jährlich zehntausende von Leuten..“, das bringt doch nichts…“ und vieles mehr hörte man Anfang März allerorten, auch von Beschäftigten in den Unternehmen, zumal dann, wenn die Geschäftsleitungen als Reaktion auf die globale Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus einschränkende Verhaltensregeln vorschrieben.

Mittlerweile, Mitte März, ist der Gesang der Reglementierungskritiker in Anbetracht der steigenden Infiziertenfälle etwas leiser geworden. Dennoch ist diese „Bewertung“ der Bürger und Beschäftigten zumindest aus einer Kurzfristperspektive heraus und in der aktuellen „Präventionsphase“ zum Teil plausibel, und sie stehen damit den trotzdem richtigen Bemühungen von Staat und Unternehmen entgegen.

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Haben Unternehmen eine moralische Verantwortung?

moralische Verantwortung

Stellen Sie sich vor, der Einkäufer eines Unternehmens verhandelt mit einem Lieferanten über die Lieferung eines Bauteils. Der Einkäufer kennt die Kostenpositionen des Lieferanten und er, der Verkäufer selbst hat eine Marge, die er nicht überschreiten darf. Wenn er sie überschreitet, bekommt er weniger Bonus. Die Verhandlungen ergeben, dass der Lieferant nicht einmal seine Kosten decken kann, wenn der Einkäufer seine Marge einhält. Der Einkäufer hält an seiner Marge fest – er meint, ihm seien die Hände gebunden. Trotzdem unterschreibt der Lieferant den Vertrag, weil er es sich nicht leisten kann, den Auftrag zu verlieren. Ist dieses Nichtgewähren eines Gewinns und das Ausnutzen der „Notlage“ des Lieferanten durch den Einkäufer/das Unternehmen jetzt einfach ein legitimes „Marktgesetz“ oder ist es unmoralisch und wenn ja, wer hat die Verantwortung für dieses unmoralische Verhalten: der Einkäufer oder das Unternehmen? Ich komme darauf zurück…

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Lieferkettengesetz – warum sollte ein Unternehmen ethisch handeln?

Lieferkettengesetz

Die Bundesregierung beabsichtigt, dass Unternehmen nun, nach erfolglosen Jahren der freiwilligen Selbstverpflichtung, Menschenrechts- und Sozialstandards in den Lieferketten „verbindlicher als bisher“ durchsetzen und kontrollieren sollen.

Die Bundesregierung sieht die Unternehmen diesbezüglich in einer Verantwortung und in einer moralischen Pflicht. Ebenso sieht sie sich in der Verantwortung gegenüber den Unternehmen, die verantwortlich und fair handeln und dadurch eventuell Kosten- und Wettbewerbsnachteile haben. Die Unternehmensverbände hingegen warnen vor „Schnellschüssen ohne empirische Grundlage“. Die NGO dagegen unterstützen die Absicht der Bundesregierung.

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